Staffelsilber, zweimal Bronze und ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Berlin und Brandenburg beim JLVK 2026 in Lübeck

Am 19. und 20. September war Lübeck Gastgeber des Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampfs 2026. Zum ersten Mal seit 1984 fand der JLVK wieder in Schleswig-Holstein statt. Für den Berlin-Brandenburger Nachwuchs wurde es ein sehr erfolgreiches Wochenende.

Im Deutschland-Pokal lieferten sich beide Landesverbände ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Brandenburg wurde mit 314 Punkten Vierter, Berlin nur drei Punkte dahinter mit 311 Punkten Fünfter. Für Brandenburg ist Platz 4 das beste Ergebnis in der Geschichte des Landesverbands beim JLVK.

Das Brandenburger Team
Foto: Athina Hirsch

Gelaufen wurde im Lübecker Lauerholz. Große Teile des Waldes waren flach und sehr schnell belaufbar, nur in Arenanähe wurde es grüner und durch kleine Höhenstrukturen kniffliger.

Einzel: knapp am Podest vorbei

Im Einzel am Samstag fehlte zwar eine Medaille, dafür sammelten beide Teams viele Top-10-Platzierungen. Die beste Berliner Platzierung erreichte Lianne Joséfine Krüger mit Rang 4 in der D16. Náya Livia Krüger wurde in der stark besetzten D12 mit 39 Starterinnen Fünfte, nur 14 Sekunden hinter dem Bronzerang.

Für Brandenburg liefen Justus Sperling in der H14 und Finnegan Knickmeier in der H10 jeweils auf Platz 5. Livia Uhlemann wurde in der D20 zeitgleich Sechste. Weitere Top-10-Ergebnisse holten Lucas Pascal Mache (H16, Platz 8), Nea Randewig (D14, Platz 9) und Anton Weiß (H14, Platz 9) für Brandenburg sowie Louis Antoine Krüger (H18, Platz 10) für Berlin.

Justus Sperling auf dem Weg zu Platz 5.
Foto: Yvonne Fischer

Mario Kart trifft Berliner Clubtür

Am Samstagabend präsentierten sich alle Landesverbände mit einer eigenen Mottoshow. Brandenburg zog stilecht im Mario-Kart-Look in die Halle ein. Berlin setzte auf ein Stück Hauptstadtkultur: An der Berliner Clubtür kam nur rein, wer Berliner war. Alle anderen Landesverbände mussten draußen bleiben. Anschließend folgten die Siegerehrung und eine Party.

Die Mario Kart Crew
Foto: Yvonne Fischer

Staffel: der große Tag für Berlin und Brandenburg

Am Sonntag trumpften beide Landesverbände richtig auf. Das Highlight war die Berliner H20-Staffel. Lionel Kumbier übergab als Fünfter. Janik Keller lief die zweitschnellste Zeit auf der zweiten Strecke, nur 30 Sekunden hinter der Bestzeit, und brachte das Team auf Platz 2. Schlussläufer Louis Antoine Krüger hielt den Silberrang souverän. Am Ende fehlten nur 1:55 Minuten auf die siegreichen Sachsen.

Siegerehrung der H-20: Janik Keller, Louis Antoine Krüger und Lionel Kmbier sind für Berlin auf Platz 2 gelaufen.
Foto: Athina Hirsch

Bronze gab es für die Brandenburger D20-Damen. Nach Mila Fischers Startstrecke lief Paula Weiß die Bestzeit auf der zweiten Strecke und schob das Team auf Rang 2. Livia Uhlemann sicherte anschließend Platz 3.

Siegerehrung der D-20: Livia Uhlemann, Mila Fischer und Paula Weiß sind für Brandenburg auf Platz 3 gelaufen.
Foto: Yvonne Fischer

Die zweite Berliner Medaille holten die Jüngsten. Die H12-Staffel mit Oliver Riesner, Tom Ernesto Höschel und Mattes Walter lag nach zwei Strecken auf Platz 5. Mattes Walter lief auf der Schlussstrecke noch zwei Plätze nach vorn und holte Bronze.

Siegerehrung der H-12: Tom Ernesto Höschel, Oliver Riesner und Mattes Walter sind für Berlin auf Platz 3 gelaufen.
Foto: Athina Hirsch

Knapp am Podest vorbei liefen zwei Brandenburger Staffeln, jeweils auf Platz 4:

  • D14 mit Nea Randewig, Tira Heidrich und Kamilla Knuth
  • H14 mit Anton Weiß, Paul Voigt und Justus Sperling; Anton Weiß war auf der Startstrecke nur 25 Sekunden langsamer als der Schnellste

Dazu kamen weitere Top-6-Plätze:

  • Berliner D14 (Nele Scholz, Luise Oestreich, Linda Lange) auf Platz 5
  • Brandenburger D18 (Lene Powik, Marlene Petrus, Ella Schmidt) auf Platz 5
  • Berliner D20 (Linda Brandt, Lina Leukert, Maria Tovchigrechko) auf Platz 6

Pokalwertungen

Den Gesamtsieg holte wie erwartet Sachsen mit 629 Punkten vor Bayern und Niedersachsen. Für Berlin gab es trotzdem einen besonderen Erfolg: Im Herbert-Schmidt-Pokal der Junioren landete der LTV Berlin mit 83 Punkten auf Platz 3. Den größten Anteil daran hatte die Silberstaffel der H20. Brandenburg wurde in dieser Wertung Fünfter. In der Jugendwertung kam Brandenburg auf Platz 5 und Berlin auf Platz 7.

Übersicht der Länderwertung 2026.
Quelle: jlvk.de, Abruf: 27.09.2026

Ein Blick auf die Gesamtwertung zeigt, wie eng das Mittelfeld zusammengerückt ist. Zwischen Brandenburg auf Platz 4 (314 Punkte) und Hessen auf Platz 7 (299 Punkte) liegen gerade einmal 15 Punkte, dazwischen Berlin (311) und Thüringen (300). Ein einziger Fehlposten oder eine starke Staffel kann hier über mehrere Plätze entscheiden. Auf diese Kopf-an-Kopf-Rennen dürfen wir uns auch in den kommenden Jahren freuen. Bis zum Treppchen ist allerdings noch einiges an Luft: Auf Niedersachsen auf Platz 3 fehlen knapp 100 Punkte. Ein Ansporn für die nächsten Jahre!

Glückwunsch an alle Läuferinnen und Läufer und Dank an die Betreuerteams! Nächstes Jahr geht es nach Dresden. Dort richtet der sächsische Landesverband den JLVK am 18. und 19. September aus.

Alle Ergebnisse gibt es auf der Website des Ausrichters, die Länderwertung auf jlvk.de.

Geschrieben mit Unterstützung von Claude.

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