Ein letztes Mal stand ich als Landesjugendfachwartin an der Seite unserer Berliner Jugendmannschaft beim Jugendländervergleichskampf – und was für ein bewegendes, energiegeladenes und unvergessliches Wochenende das in Osterburg war.
Bereits am Freitag reisten wir mit 37 motivierten Kindern und Jugendlichen aus allen Berliner Vereinen an. Die Aufregung war spürbar – zwischen Wiedersehensfreude, Wettkampfspannung und der Vorfreude auf zwei Tage voller gemeinsamer Erlebnisse.
Einzellauf am Samstag: Kämpfen, Laufen, Über-sich-Hinauswachsen
Der Samstag begann mit dem Einzellauf – ein Tag, der uns forderte, aber vor allem auch stolz machte. In der Altersklasse D12 erliefen sich Livia den 8. und Nele den 9. Platz – ein tolles Ergebnis bei starker Konkurrenz. In der D14 glänzte Lianne mit einem starken 4. Platz, Emilia folgte auf einem respektablen 7. Platz.
Bei den Jungs lief es ebenso gut: Florian und Olli (5.) und Liam (7.) zeigten in der H12, wie viel Potenzial in ihnen steckt. In der H16 lief Louis auf Platz 7, in der H18 verpasste Lio das Podium nur knapp mit einem hervorragenden 4. Platz. Petru holte in der stark besetzten H20 einen soliden 7. Platz.
Berlin belegte damit am Ende des ersten Tages den 5. Platz in der Gesamtwertung – ein starkes Mannschaftsergebnis!
Staffellauf am Sonntag: Teamgeist in seiner schönsten Form
Am Sonntag standen die Staffeln auf dem Programm – und was war das für ein Spektakel! Aus taktischen Gründen entschieden wir uns, unsere Damenmannschaft in der D20 und nicht in der D18 zu melden – ein Wagnis, das sich ausgezahlt hat.
Die Ergebnisse im Überblick:
- D12 mit Nele, Linda und Livia – Platz 2 🥈
- D14 mit Emilia, Louise und Lianne – Platz 4
- H12 mit Olli, Liam und Mattes – Platz 7
- H14 mit Seraphina, Ida und Hannes – Platz 7
- H16 mit Arthur, Vera und Louis – Platz 6
- H18 mit Lio, Maria und Elisabeth – Platz 5
- H20 mit Petru, Nevio und Janik – Platz 6
Besonders hervorheben möchte ich: Keine einzige unserer Staffeln hat einen Fehlstempel kassiert. Das ist nicht selbstverständlich und spricht für eine hohe Konzentration, gute Vorbereitung – und einen starken Teamzusammenhalt.
Auch am Sonntag belegte Berlin Platz 5 in der Gesamtwertung, was unsere konstante und geschlossene Mannschaftsleistung widerspiegelt.
Ein persönlicher Abschied
Dieser JLVK war für mich mehr als nur ein Wettkampf – er war mein letzter als Landesjugendfachwartin. Und ich kann mir keinen schöneren Abschluss wünschen.
Ich danke jedem einzelnen Kind und Jugendlichen, die mit so viel Herz, Einsatz und Teamgeist Berlin vertreten haben. Ihr habt euch gegenseitig angefeuert, getröstet, getragen – und genau das macht unseren Sport aus.
Ein ganz großes Dankeschön auch an alle Betreuerinnen und Betreuer, die mit Engagement, Geduld und Herzblut diesen Wettkampf möglich gemacht haben. Ohne euch wäre so ein Wochenende schlicht nicht denkbar.
Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge – voller Stolz, Dankbarkeit und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck. Der Berliner OL-Nachwuchs ist stark, lebendig und voller Potenzial. Ich freue mich darauf, euch weiter als Fan und Unterstützerin am Waldrand zu sehen.
Mit sportlichen Grüßen und von Herzen,
Beate Nietsch
Landesjugendfachwartin (bis 2025)
Orientierungslauf Berlin
